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Die
Villa Monastero, am Ufer des Comer Sees, steht als Beispiel des eklektischen
Stils. Zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden viele
funktionale und dekorative Elemente hinzugefügt, ohne die Ursprünglichkeit
der Villa zu zerstören. Auf diese Weise hat man eine Villa mit einem
großen und einem landschaftlich reizvollen Garten erhalten.
Die Villa Monastero entstand kontinuierlich aus der Rekonstruktion des
alten cistercensischen Frauenklosters Santa Maria, dessen erste Erwähnung
im Jahre 1208 erfolgte. Wahrscheinlich ist die Gründung im Zusammenhang
mit den religiösen Ansiedlungen auf der gegenüberliegenden Seite
des Sees zu sehen: das Kloster des heiligen Faustino und Giovita auf der
Insel Comacina, von der einige Flüchtlinge von 1169 stammen.
Im Jahre 1566, wurden durch Entscheidung des Erzbischofs Carlo Borromeo,
die letzten in Varenna lebenden Nonnen in ein Cistercenser Kloster nach
Lecco gebracht.
Im Jahre 1569 wurden die Klostergebäude an Paolo Mornico verkauft.
Von
der ältesten Kirche stimmen heute die Grundrisse mit dem Raum "Fermi"
überein. Die einzige Erinnerung daran ist eine kleine traditionelle
Freske aus spätgotischer Epoche, die in einer Fensteröffnung
zu sehen ist. Ein Altarbild aus der Renaissance, ist heute in der Kappelle
auf der linken Seite der Kirche S.Giorgio, zu finden.
Das Klostergebäude blieb zwischen 1569 und 1862 in Besitz von Mornico;
in dieser Zeit wurden viele funktionelle Rekonstruktionen vorgenommen.
Den anfänglichen Teil der Rekonstruktionsarbeiten führt man
auf die Front der Villa und der zwei großen Säle im Erdgeschoß,
Saal Rossa und Saal Nera, zurück.
In der Zwischenzeit wurde auch die Kirche wieder instandgesetzt, dessen
wichtigstes Kunstwerk, das geschnitzte Altarbild von Giovanni Pietro Capiamo,
aus den Jahren 1680 bis 1682 ist. Heute ist es in der Sakristei Madonna
delle Grazie, neben der Kirche, aufgestellt.
An der Tür des Saales Fermi findet man eine hölzerne, geschnitzte
Einrahmung aus dem 16. Jahrhundert.
Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert erfolgte eine Vielzahl
von Veränderungen an der Villa die auf ihre nachfolgenden Besitzer
(Genazzini, Maumary Seufferheld, Kees, De Marchi) zurück zu führen
sind und die Villa in den heutigen eklektischen Stil versetzt haben. Auch
der Garten wurde mit mediterranen und tropischen Pflanzen bereichert.

Von besonderem Interesse ist das Treppenhaus, das mit mehrfarbigem Marmor,
Kacheln und Stuckarbeiten realisiert wurde; auch das Bad, genannt "Pompeiano"
oder "von Koenig Faruk", belegen diesen Stil und Geschmack.
Im Jahre 1918 wurde der Besitz beschlagnahmt und der "Opera Nazionale
Combattenti" übergeben; dann wurde an Dr. Marco De Marchi verkauft,
der es dem Italienischen Institut für Gewässerbiologie überließ.
Humanisten, Historiker, Künstler und Wissenschaftlicher von internationalem
Ruf, unter anderen auch der Nobelpreisträger Enrico Fermi, dem eine
Gedenktafel gewidmet ist, haben die Villa Monastero mit Ihrer Anwesenheit
geehrt. Im Jahre 1953 wurde auf Initiative von Prof. Polvani, Vorsitzender
des italienischen Physiker-Verbandes, und des Anwalts Bosisio, Vorsitzender
der Provinzverwaltung Como, die Villa zu einem Kongresszentrum auf höchstem
Niveau gebracht.
Seit 1977 gehören die Immobilien des C.N.R. (Nationaler Wissenschaftsrat).
Seit 1996 hat die neue Provinz Lecco die Organisation der kulturellen
Veranstaltungen und insbesondere der Kongresse übernommen, deshalb
wurde mit dem C.N.R. ein Vertrag über Nutzungsrechte geschlossen
und die Stiftung Villa Monastero ins Leben gerufen.
Die Provinz Lecco ist heute für die Erhaltungsmaßnahmen und
Erneuerung verantwortlich, ohne die charakteristischen architektonischen
Elemente zu verändern. Unterstüzt wird die Provinz Lecco dabei
durch großzügige Zuwendungen und Spenden der Cariplo.
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